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Das Netzwerk Buddhismus Bonn

Das Netzwerk Buddhismus Bonn hat eine neue Webseite!

www.netzwerk-buddhismus-bonn.de

Hier könnt Ihr Euch über die Vielfalt der buddhistischen Gruppen/Aktivitäten in Bonn informieren. Auf den Gruppenseiten stellen sich die einzelnen Gruppen vor und das San Bo Dojo ist natürlich auch vertreten. Außerdem gibt es einen gemeinsamen Veranstaltungskalender, über den Ihr u.a. auch die Termine der buddhistischen Filmreihe findet und vieles mehr…

Danke auch an Nicole Ness von Achtsames Webdesign für die Umsetzung und ihr Engagement.

Der Boden und die Leerheit

Wenn jemand zu Boden gefallen ist, steht der auch wieder vom Boden auf. Wenn sich jemand vom Boden entfernen wollte, um aufzustehen, wäre dies unmöglich

Dogen sagt im Kapitel „Inmo“ des Shobogenzo:

„Du fällst und schlägst auf dem Boden auf. Doch du nutzt den Boden auch, um wieder aufzustehen. Du kannst gar nicht anders. Der Boden, auf den du fällst, ist „Es“ und der Boden, der Dir hilft aufzustehen, ist ebenfalls „Es“. Buddha‘s Verwirklichung ist genau wie jemand, der den Boden nutzt, um vom Boden aufzustehen. So haben es alle Buddhas getan und so können wir es auch tun.

Gleichzeitig kann der, der gefallen und am Boden ist, nur aufstehen, wenn er sich auch auf die Leerheit stützt. Wer sich umgekehrt auf die Leerheit stützt, wenn er gefallen ist, kann nur aufstehen, wenn er sich auch auf den Boden stützt.

Du musst die Dimension des Bodens und der Leerheit verstehen uns selbst erfahren“.

Wir können nur mit dem Boden aufstehen.

Mehr erfahren: www.zen-sensoryawareness.de

Zazen

Das was wir Sitzen nennen, Zazen, ist keine Einzelleistung. Es wäre gar nicht möglich, ohne die Unterstützung einer Vielzahl von belebten und unbelebten Dingen. Da ist das Dojo, der Raum, der uns Schutz bietet. Der Boden, der uns Halt gibt, unsere Körper empfängt und unsere Aufrichtung unterstützt. Die Luft, die wir gemeinsam atmen und deren Rhythmus uns im gegenwärtigen Moment verankert. Wach für die vielen Begegnungen, eine intime Berührung des Lebens.

Wie bin ich jetzt hier?

Nicht als „Ich“, die gedachte, unabhängige Größe, die aus sich selbst heraus existiert, sondern als Beziehung in einem unendlichen Netzwerk…

Samu – Spurlosigkeit

Samu ist der äußere Ausdruck von Spurlosigkeit. Wenn wir Zazen praktizieren, nehmen wir eine Haltung des Geistes ein, der die Gedanken vorbeiziehen lässt, so dass sich keine Bewertungen und Konzepte verfestigen können. Wenn wir Samu praktizieren, tun wir dies ohne Gedanken an Gewinn oder Verlust. Wir reinigen die Räume, schneiden das Gemüse, stellen benutzte Dinge wieder an ihren Platz und verlassen einen Ort, so wie wir ihn vorgefunden haben. So erhalten wir einen Raum, in dem Neues geschehen kann…

Bernie Glassman schreibt in seinen Anweisungen für den Koch:

„Während Samu machen wir uns keine Sorgen darüber was wir in der Vergangenheit alles hätten tun sollen oder darüber was wir in der Zukunft noch alles tun müssen. Es ist dabei unwichtig, ob etwas unserer Meinung nach schmutzig oder sauber ist. Wir reinigen einfach alles. Der Vorgang des Reinigens verändert den Menschen ebenso wie die Räume, die gereinigt werden und die Menschen, die diese Räume betreten. So reinigen wir unseren Geist. Um jedem Augenblick so offen wie möglich begegnen zu können, bemühen wir uns, alles „sauber“ und frei von Einflüssen der Vergangenheit zu halten, wie nur möglich. Wenn Gedanken auftauchen, lassen wir sie ziehen und konzentrieren uns wieder auf unsere Atmung…“

„Du gestaltest die Sangha“

Wir sind ein offenes Stadt Dojo und jede/r ist bei uns herzlich willkommen. Die Praxis ist jedoch immer nur so stark wie die Sangha, die sie trägt. So gern wir Gäste empfangen und interessierten Menschen die Gelegenheit geben wollen, die Praxis des Zazen kennenzulernen, braucht es für die Zen Praxis eine gewisse Verbindlichkeit. In Japan gibt es die Empfehlung, sich einer Sache für mindestens ein Jahr zu widmen, bevor man eine Entscheidung dafür oder dagegen trifft. Während unserer Zen Praxis gehen wir durch Höhen und Tiefen und es ist schade, beim ersten Aufkommen von Schwierigkeiten das Handtuch zu werfen.

„Arbeite mit anderen zusammen um einen Ort für die Praxis zu schaffen, an dem ernsthafte Übende ohne unnötige Sorgen sich der Praxis widmen können“ (Uchiyama Roshi).

Du gestaltest die Sangha…

Zen

Zen hat mit Dir zu tun! Zazen üben bedeutet, mit sich selbst vertraut werden. Wir sitzen auf unserem Kissen, die Knie berühren den Boden, der Rücken ist gerade aufgerichtet und mit der Schädeldecke berühren wir den Himmel. Wir folgen einfach unserem Atem und betrachten die Gedanken und Phänomene, die Augenblick für Augenblick erscheinen und verschwinden, ohne sie zu bewerten.

Unser Zazen sollte stets lebendig sein und keine erstarrte Pose. Wenn wir einfrieren oder abschweifen und den Kontakt zum gegenwärtigen Moment verlieren, kehren wir zurück zur Atmung und beginnen von neuem.

Zen ist weder eine Denkweise, noch eine Theorie. Es ist kein Wissen, das man mit dem Verstand erfassen könnte, sondern eine Praxis, eine gleichzeitig objektive und subjektive Erfahrung. Es ist eine universelle Praxis, bevor Philosophie und Religion ihre Form annehmen.

In Kontakt mit der Quelle können wir die Gegensätze umfassen, ihr Gleichgewicht schaffen.

Dojo

Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die Soto Zen Meditation in der Tradition von Dogen Zenji praktizieren. Wir bieten Zazen (stilles Sitzen), Kin Hin (Gehmeditation), Samu (meditative Arbeit), Dharma-Gespräche, Sensory Awareness, Gewaltfreie Kommunikation, Zen Tage und Sesshins an. Unsere Praxis unterstützt die vielfältigen Wege, wie sich Zen im alltäglichen Leben ausdrücken kann.