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Sesshin mit Muhô im Kô Getsu An

Das ozeanische Gefühl, wenn sich die innere und die äußere Temperatur angleichen.

Vom 13.08. – 16.08.2026 war Muhô wieder zu Gast im Kô Getsu An und wir kamen erneut in den Genuss eines Sesshins im Antaiji Stil. Hier ist die Form sehr reduziert, Zazen und Kin Hin wechseln einander ab, der Tag beginnt früh und endet spät, so dass die Gesamtzeit des Zazen in der Regel bei 15 Stunden pro Tag liegt.

Da für das Sesshin Wochenende große Hitze mit bis zu 38° angesagt war, hatten wir im Vorfeld ein wenig Sorge, ob das Tagesprogramm unter diesen Bedingungen überhaupt durchführbar seien. In Absprache mit Muhô einigten wir uns dann darauf, eine lockere Sitzkleidung (T-Shirt und kurze Hosen) zu erlauben und während der größten Hitze in der Mittagszeit, eine längere Pause einzurichten. Dies verkürzte zwar die Zazen Zeit auf „nur“ 13 Stunden täglich, sicherte jedoch die Überlebenschancen der Teilnehmenden erheblich.

Es hieß also Sitzen und Schwitzen, unterbrochen nur von zwei Mahlzeiten pro Tag und ausgedehntem Kin Hin unter dem weiten Himmel, auf dem Weg vom Kô Getsu An durch die Felder und Wiesen, deren Erscheinungsbild sich je nach Tageszeit veränderte, von nebliger Morgenfrische bis zu großartigen Sonnenuntergängen. Das letzte Zazen des Tages saßen wir Yaza im Garten, während dessen uns die Kühle der Nacht etwas abkühlte und uns die Schreie des Kauzes und manchmal das Schnauben von Pferden begleitete.

Johanna Ho Ka konnte wegen einer Knieverletzung leider nicht mit sitzen, nahm aber auf andere Weise am Sesshin teil. Während die anderen in der Zendo praktizierten, versorgte sie die Pflanzen im Garten mit Wasser, unterstütze in der Küche und sorgte für Schatten für die Mahlzeiten auf der Terrasse.

Es war ein Sesshin in tiefer Stille, mit Veteranen und Neulingen, die sich gegenseitig bestmöglich in ihrer Praxis unterstützen. Zum Ende des Sesshins hielt Muhô ein Teisho und es gab Gelegenheit für Fragen und Antworten.

Danke an Muhô und alle, die dabei waren!